Der Lebenszyklus einer Stechmücke

By 18. Oktober 2021April 17th, 2022Insekten
Ein typisches Szenario im Sommer aus deutschen Schlafzimmern: Das Einschlafen scheint unmöglich. Ein dauerndes Summen ums Ohr, ein andauernder Kampf um jegliche freie Stelle des Körpers und der vergebliche Versuch, sich mit der Bettdecke schützen zu wollen. Hier nervt zur Abwechslung mal nicht der Partner, sondern kein geringerer als die Stechmücke! Warum Stechmücken sehr gefährlich für den Menschen sein können, konnten wir bereits aus unserem Artikel Die Stechmücke ist das gefährlichste Tier auf der Welt entnehmen. Jedoch stellt sich nun die Frage, wie und warum diese überhaupt entsteht.
Das lästige Insekt scheint als könnte sie kein Mensch wirklich gebrauchen. Sie bedient sich an unserem Blut, lässt unsere Haut jucken und anschwillen. Was haben wir davon? Nichts. Doch tatsächlich ist sie ein sehr wichtiger Teil unseres Ökosystems. Sie dient nämlich als Futter für viele verschiedene Tierarten unserer Natur. Dazu gehören unter anderem Vögel, Fledermäuse oder zum Beispiel Libellenlarven. In unserem Ökosystem sind alle Lebewesen und ihr Umfeld voneinander abhängig und miteinander verknüpft. Fehlt eine Art, können Ökosystem und Nahrungsnetze aus dem Gleichgewicht geraten. Winzige Mikroorganismen sind daher genauso wichtig wie große Säugetiere oder Insekten wie etwa Mücken.
Die Stechmücke entwickelt sich von einer Larve im Wasser zum ausgewachsenen Tier an Land.

Die Stechmücke entwickelt sich von einer Larve im Wasser zum ausgewachsenen Tier an Land. (Foto: Adobe Stock)

Die vier Entwicklungsstadien der Stechmücke

Stechmücken durchlaufen in ihrem Leben vier Entwicklungsstadien. Sie entstehen im Rahmen einer Metamorphose, was so viel bedeutet wie die Umwandlung von einer Larve zum ausgewachsenen Tier. Die ersten drei Entwicklungsphasen sind aquatisch und dauern in der Regel fünf bis vierzehn Tage. Genaueres ist abhängig von der jeweiligen Art der Mücke sowie der Wassertemperatur.

Stadium 1: Das Ei

Culex-Mücken legen ihre Eier auf die Oberfläche von Süßwasser oder in Gebieten, die vorübergehend nass werden, wie etwa Überschwemmungsgebiete oder Regenrinnen. Die Eier schwimmen alleine oder in Gruppen auf der Wasseroberfläche, die wie Flöße aussehen. Im Winter gelegte Eier können überleben, um im Frühjahr zu schlüpfen.

Stadium 2:  Die Larve

Sind die Larven aus den Eiern geschlüpft, halten sie sich noch immer an der Wasseroberfläche und atmen durch eine Art Schlauch. Im Wachstums-Prozess der Larve, häutet sie sich einige Male. Im Falle einer Bedrohung durch Fressfeinde, nutzen die Larven ihre Schwimmfähigkeit und Tauchen tief ab unter die Wasseroberfläche. Sie ernähren sich hauptsächlich von Bakterien, Algen sowie anderen Mikroorganismen, die sich an der Oberfläche des Wassers befinden. Mückenlarven leben einige Tage bis Wochen, bevor sie sich in Puppen verwandeln.

Stadium 3: Die Puppe

Kurz bevor sie sich in Puppen- einem beweglichen Kokon- verwandeln, hören sie auf zu fressen. Auch in Form einer Puppe bleiben sie an der Wasseroberfläche bestehen und atmen weiterhin durch zwei kleine Röhren. In diesem Stadium fressen sie zwar nicht, sind aber dennoch aktiv. Durch die Beweglichkeit ihres Kokons, können sie sich auch zu diesem Zeitpunkt ihrer Entwicklung vor potenziellen Gefahren schützen. Die Dauer ihres Verbleibens im Puppenstadium ist abhängig von der Wassertemperatur. So ist es möglich, dass sie entweder einen oder mehrere Tage in benanntem Zustand verweilen. In dieser Zeit setzt die Entwicklung einer Larve zu einem ausgewachsenen Insekt ein.

Stadium 4: Die Imago- adultes Insekt

Ist der Wachstumsprozess vollzogen, bricht die ausgewachsene Stechmücke aus der Puppenhülle aus und kriecht auf die Wasseroberfläche. Nun beginnt die Ruhephase, in welcher die äußere Struktur des Insekts aushärtet. Im Anschluss darauf, kriecht es an einen sicheren Ort aus dem Wasser und breitet seine Flügel zum Trocknen aus. Dies dient der Vorbereitung für das Leben an Land. Die Stechmücke ist nun ein fliegendes Landinsekt. Zeitnah setzt der Paarungsprozess ein, um Eier für die nächste Generation zu gewährleisten. Ausgewachsene weibliche Mücken können viele Tage bis Wochen leben, während die Männer in der Regel bereits wenige Tage nach dem Paarungsvorgang ans Ende ihres kurzen Lebens geraten.

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