Eine Oase für die Biene Maja: Artgerechte Wildbienenhaltung im eigenen Garten

By 30. April 2022Heim & Garten
Am 8. Mai ist wieder Muttertag! Aber wissen Sie was am Zwanzigsten ist? Nein? Das haben wir uns fast gedacht. Macht aber nichts, wir erinnern Sie gerne: Der Weltbienentag klopft an der Tür! Passend zum Anlass, möchten wir an Sie appellieren neben der geliebten Mama, auch an unsere wertvollen Bienen zu denken. Unglücklicherweise wird der Weltbienentag selten zelebriert. Sollte er aber, denn unsere Bienen brauchen uns. Mehr als die Hälfte unserer heimischen Wildbienenarten sind aktuell vom Aussterben bedroht. Warum das so ist und wie Sie helfen können, erfahren Sie im Folgenden.
Zygaena carniolica

Die deutsche Wildbiene umfasst mehr als 500 Arten, wovon die Hälfte vom Aussterben bedroht ist (Foto: Adobe Stock)

Große Artenvielfalt

Wildbienen existieren in diversen Farben und Formen. Allein in Deutschland leben etwa 560 Arten, die sich optisch voneinander unterscheiden. Die Honigbiene zählt zu der bekanntesten ihrer Art. Aufgrund ihrer pelzigen Gestalt werden ihre kahleren Artgenossen oftmals mit einer Wespe oder einer Schwebfliege verwechselt. Interessanterweise leben die meisten von Ihnen nicht wie die soziale Honigbiene in großen Staaten zusammen, sondern pflegen eine weitgehend solitäre Lebensweise.

Die Bedeutung der Bienen für uns Menschen

Der WWF bestätigt den unverzichtbaren Wert der Wildbienen für unsere biologische Vielfalt, da diese verantwortlich für die Bestäubung aller Nutz- und Wildpflanzen dieser Erde sind. In Deutschland sind Honigbienen für ganze 80 Prozent des Blühens in unserer Natur und alle weiteren Wildbienenarten für die restlichen 20 Prozent verantwortlich. Ohne sie wäre beispielsweise der Obst- und Gemüsebestand in den Supermärkten leer, es sei denn wir würden jedes einzelne Blatt mit einem Pinsel bestreichen beziehungsweise bestäuben. Tatsächlich ist dies in vielen Teilen Japans notwendig, da Bienen in diesen bereits ausgestorben sind.

Warum sind Wildbienen bedroht?

Etwa die Hälfte unserer heimischen Wildbienenarten sind stark vom Aussterben bedroht. Grund des dramatischen Insektensterbens ist die fortschreitende Entwicklung der Landwirtschaft. Innovationen über technische Hilfsmittel bis hin zu chemischen Insektenschutzpräparaten, die einen schnellen und qualitativen Gebrauch der Nährfläche gewähren, vernichten den natürlichen Lebensraum vieler Insektenarten. Die meisten Wildbienen sind Feinschmecker und ernähren sich ausschließlich vom Nektar bestimmter Futterpflanzen. Mit dem Verschwinden dieser, verhungern sie.

Wie können Sie helfen?

Der WWF rät Haus- und Gartenbesitzern zu einem naturnahen, bienenfreundlich gestalteten Garten mit viel Abwechslung, welcher Wildbienen als Unterschlupf und Futter dienen soll. Die unterschiedliche Bepflanzung im Garten soll dazu dienen, dass auch feinschmeckerische Arten dieser Tierchen eine passende Futterquelle finden. Auf diese Eigenschaft sollte auch beim Kauf von Saatgut geachtet werden: Denn Bienen futtern nicht alles was blüht. Mit folgenden Pflanzenarten können Sie jedoch nichts falsch machen: Lavendel, Sonnenblumen, Margeriten oder Glockenblumen. Wer sich zusätzlich überlegt ein Bienenhotel zu schaffen, sollte bedenken, dass nicht jede Wildbiene gerne in solch einem Unterschlupf verweilt. Da die meisten Wildbienen gerne im Boden nisten, sind sonnige Sandflächen ein optimaler Zusatz. Ein kleiner „Pool“, gefüllt mit ein paar Steinen oder etwas Holz dient den Tierchen als ideale Lande- und Trinkstelle und macht Ihre Bienenoase komplett.

Aber Achtung: Wenn die Bienen sich auf der Suche nach dem Duft des Kuchens von heute Mittag verirren, macht das Ganze weniger Spaß. Dazu kommt, dass es die ein oder andere Bienenart gibt, die sich gerne auch ohne die Gestaltung einer Oase bei Ihnen einnistet. Darunter fällt vor allem das Insekt des Jahres 2019: Die rostrote Mauerbiene. Sie nutzt jegliche Hohlräume, die sie finden kann. Ob im Haus oder Draußen. Mit qualitativen Insektenschutznetzen, die die Insekten abwehren, können Sie deren Eindringen vermeiden.

Natürlich wären wir kein Insektenschutzunternehmen, wenn wir Ihnen diesbezüglich nicht weiterhelfen könnten. Melden Sie sich gerne.

Beratung bei Fragen rund um Insektenschutz

Ein Schutz gegen Insekten ist immer sinnvoll. Bei Fragen rund um die marktbesten Insektenschutzgitter, bewährte Methoden und Hintergrundinformationen stehen wir jederzeit an Ihrer Seite und freuen uns auf Ihre Nachricht über unsere Kontaktseite.